Gelungener Saison-Abschluss

Der 1. FFC Frankfurt schließt mit einem 2:0-Auswärtssieg über den MSV Duisburg die Saison auf Platz fünf ab

Am letzten Spieltag, dem 22., der Allianz Frauen-Bundesliga war der 1. FFC Frankfurt beim MSV Duisburg im PCC-Stadion zu Gast. Im letzten Auswärtsspiel 2018/2019 gewannen die Frankfurterinnen verdient 2:0 (2:0) gegen die Zebras, die den Klassenerhalt bereits am vergangenen Spieltag sicher hatten.

 

Wie vor einer Woche im Stadion am Brentanobad beim 4:2-Heimsieg des FFC über Bayer 04 Leverkusen wurden am Sonntagmittag auch beim MSV einige Spielerinnen verabschiedet, darunter Barbara Dunst, die ab kommender Saison in Frankfurt spielen wird. Die Zebras waren es auch, die in den Anfangsminuten etwas offensivfreudiger und mutiger zu Werke gingen – ein Zustand, der nur kurz hielt. Denn das erste Tor erzielten die hessischen Gäste: Den Freistoß aus halblinker Situation brachte Laura Freigang im MSV-Kasten unter (7.). Verena Aschauer hatte die Möglichkeiten, schnell auf 2:0 zu erholen, nach einem Fehlpass der Gegnerinnen lief die Österreicherin halbrechts aufs gegnerische Tor zu, aber MSV-Keeperin Meike Kemper konnte zur Ecke klären (10.). Doch die Gegnerinnen aus dem Ruhrpott probierten auf schwierigem Geläuf ebenfalls ihr Glück und erspielten sich ein paar Möglichkeiten.

 

Die Torschützin auf FFC-Seite Freigang bekam die Möglichkeit, ihrem Treffer einen weiteren hinzuzufügen, als sie von einem langen Ball geschickt sich dribbelstark gegen zwei MSV-Akteurinnen durchsetzen konnte, aber nicht stark genug schoss (17.). Jackie Groenen setzte in ihrem letzten Spiel für den siebenfachen Deutschen Meister in der 21. Spielminute Géraldine Reuteler perfekt in Szene, doch die Schweizer Stürmerin erwischte den Ball nur noch mit ihrer Fußspitze. Nur zwei Minuten später eine ähnliche Szene, als Freigang Mittelfeldspielerin Tanja Pawollek nahezu identisch anspielte, die den Ball überlegt ins untere linke Eck zum 2:0 schob (23.). Ein MSV-Abschluss im Gegenzug nach Wiederanpfiff ging nur knapp übers Tor. Es entwickelte sich eine zunächst fair geführte Partie, die der FFC mit Offensivfußball und viel Spielfreude klar bestimmte – die 2:0-Führung nach einer halben Stunde war hochverdient, auch wenn die bereits in der Vorwoche geretteten Duisburgerinnen mit einem breit angelegtem Spielaufbau die FFC-Hintermannschaft zu beschäftigten wusste.

 

Reuteler bekam nach einer Flanke von Aschauer aus dem Halbfeld die Chance, sich nach einigen tollen Toren in dieser Spielzeit erneut artistisch zu beweisen, ihr Seitfallzieher-Heber ging aber knapp neben den MSV-Pfosten (32.). Die zukünftige Frankfurterin Dunst probierte es aus spitzem Winkel und deutete ihre Offensivpower an, als ihr Abschluss knapp über die Querlatte ins Toraus flog (36.). Doch die Gäste aus Hessen blieben das reifere, technisch bessere Team: Groenens Schnittstellenpass auf Freigang, die die Kugel sehenswert quer auf Namensvetterin Feiersinger legte, hätte allein als Gesamtkombination das nächste Tor verdient gehabt (39.). Die Kreativität, die die Frankfurterinnen an den Tag legten, beeindruckte die 418 Zuschauer im PCC-Stadion. Variabel – auch bei Standardsituationen – waren die FFC-Akteurinnen unterwegs, sodass die Zebras oft unter Druck gerieten.

 

Der zweite Durchgang begann unverändert, den ersten Abschluss hatte die niederländische Europameisterin Groenen (47.) – die den Verein im Sommer nach vier Jahren verlassen wird –, bevor nur wenige Augenblicke später die quirlige FFC-Offensivkraft Freigang per Kopf das Tor nur knapp verfehlte. Auch ihren nächsten Kopfball nach Flanke von Feiersinger konnte sie nur knapp nicht unterbringen (52.). Bei der anschließenden Ecke hatte Kapitänin Marith Prießen per Fuß die Gelegenheit, legte den Ball aber fast zu genau neben den langen Pfosten. Die Schweizer Nationalspielerin Reuteler bekam von Teamkollegin Aschauer die Kugel perfekt in den Rückraum gelegt, doch eine Unebenheit auf dem Platz ließ dieselbe am Pfosten vorbeihoppeln (55.). Der deutsche Rekordmeister lieferte nun nahezu im Minutentakt: Offensivszenen gab es zu Hauf, die Spielüberlegenheit der Frankfurterinnen war überdeutlich. Und die Gegenstöße löste der FFC gemeinsam im Verbund, bevor die Frankfurter Hintermannschaft entscheidend in Gefahr geraten konnte.

 

Erst nach einer knappen Stunde lösten sich die MSV-Spielerinnen geschickt im Strafraum, sodass eine Zebra-Flanke erst im letzten Moment geklärt werden konnte, bevor sie eine eigene Spielerin fand (59.). Maikayla Moores Schuss aus dem Rückraum strich nur knapp über den Kasten von FFC-Keeperin Bryane Heaberlin. Schiedsrichterin Sina Diekmann blieb keine Chance, als nach einem MSV-Foul im Strafraum Elfmeter für die Gäste zu pfeifen – den fälligen Strafstoß von Prießen konnte Kämper aber mit einer Glanzparade ebenso wie den Nachschuss halten (63.). Die Duisburgerinnen versuchten nun vermehrt, mit Nickligkeiten die Offensivpower der Frankfurter Gäste zu stoppen – was mitunter auch gelang, ohne dass die Vorstellung des FFC in der Fremde etwas von ihrer Souveränität verlor. Doch die Zebras waren dem Anschlusstreffer nun – überwiegend nach Flanken und Kopfbällen – näher als Frankfurt seinem dritten Tor, auch wenn die eingewechselte und einschussbereite Shekiera Martinez noch entscheidend gestört wurde (79.). Auf der Gegenseite probierte es Antonia-Johanna Halverkamps mit ihrem ersten Ballkontakt nach ihrer Einwechslung mit einem strammen Schuss, den Heaberlin aber auffangen konnte (83.). Doch das Ergebnis änderte sich trotz einer Gelb-Roten Karte für Lucia Harsanyova nach wiederholtem Foulspiel (89.) nicht mehr. Der 1. FFC Frankfurt rutschte dank eines 2:2-Unentschiedens der TSG 1899 Hoffenheim, die eine Zwei-Tore-Führung noch verspielten, gegen den SC Sand einen Platz nach oben und beendet die Saison 2018/2019 in der Allianz Frauen-Bundesliga als Tabellenfünfter mit 34 Punkten.


Thomas Gerstner, Trainer MSV Duisburg
: „Glückwunsch, Niko und Frankfurt für den heutigen Sieg und die herausragende Leistung über die gesamte Saison hinweg. Man hat gesehen, wie gut diese junge Truppe Fußball spielen kann. Wir aber hatten Moral nach dem Rückstand und hatten einige Gelegenheiten, alles noch einmal reingehauen. Wenn wir aber nicht den besten Tag in 60, 70 Minuten haben, haben wir gegen den FFC nicht die besten Chancen zu gewinnen – das Ergebnis aber war heute wegen unseres Klassenerhalts am vergangenen Spieltag sekundär.“

 

FFC-Cheftrainer Niko Arnautis: „Wir sind gut in die Partie gekommen, haben das Spiel dominiert und sind auch in Führung gegangen, haben diese sogar ausbauen können. Auch nach dem 2:0 hatten wir genug Gelegenheiten, um den dritten oder vierten Treffer zu landen. Nach der Pause gab es ebenfalls einige Chancen, inklusive dem Elfer – doch nach dem Strafstoß gab es einen Bruch im Spiel, haben den Gegner nicht mehr gut ausspielen können. Insgesamt aber bin ich überglücklich über den fünften Platz mit 34 Punkten – ein hervorragendes Ergebnis für diese junge Truppe nach dem Nullpunktestart! Duisburg gratuliere ich zum Klassenerhalt!“

 

MSV Duisburg: Kämper – Radtke, Harsanyova, O‘Riordan, Himmighofen – Moore, Morina, Zielinski – Dunst (80. Debitzki), Hoppius (83. Halverkamps), Makas (42. Lange)

 

1. FFC Frankfurt: Heaberlin – Kleinherne, Prießen, Störzel, Hechler (75. Martinez) – Pawollek,Groenen – Aschauer, Freigang (85. Matheis), Feiersinger – Reuteler (88. Emmerling)

 

Tore: 0:1 Freigang (7.), 0:2 Pawollek (23.)


Schiedsrichterin: Sina Diekmann (Essen)


Zuschauer: 418

 

Gelbe Karten: Himmighofen / Heaberlin

 

Gelb-Rote Karte: Harsanyova / -

(Fotos: Carlotta Erler)

 

12.05.2019
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