"Es wird definitiv nicht langweilig"

Cheftrainer Niko Arnautis an seinem 40. Geburtstag über seinen momentanen Alltag und Spiele ohne Zuschauer

FFC-Cheftrainer Niko Arnautis zu…

… seinem runden Geburtstag:

„Ich verschiebe meinen runden Geburtstag am besten auch auf das nächste Jahr (lacht). Nein, Spaß beiseite: Ich werde aufgrund der aktuellen Situation natürlich nichts Großes machen, sondern lediglich in dem erlaubten kleinen familiären Kreis anstoßen. Die große Feier kann dann hoffentlich bald nachgeholt werden.“

… der aktuellen Corona-Situation:

„Zunächst einmal ist es für uns alle momentan eine ungewohnte und schwierige Zeit, die man sich vor einigen Wochen nicht hat vorstellen können. Wir alle sind eingeschränkt und es beschäftigt uns, wir müssen unseren Alltag neu organisieren, gewohnte Abläufe sind kaum mehr möglich. Aber die Gesundheit steht an erster Stelle. Daher ist es richtig, wie Bund, Länder und Behörden im Austausch und auf Rat von Experten alles dafür tun, um die Corona-Verbreitung einzudämmen. Da ist es selbstverständlich, auf ihre Empfehlungen zu reagieren und die Maßnahmen umzusetzen, damit wir gemeinsam diese schwere Zeit durchstehen und gesund die Krise bewältigen.“

… dem Gesundheitszustand der an COVID-19 erkrankten Spielerin:


„Ihr geht es dem Umständen entsprechend gut, sie scheint es fast überstanden zu haben. Die Spielerin zeigt bislang zum Glück nur die typischen Symptome im leichten Verlauf und kann im Idealfall nächste Woche als genesen gelten.“

… regelmäßigem Kontakt zu den Spielerinnen sowie dem Trainer- und Betreuerteam:

„Mit Spielerinnen schreibe oder telefoniere ich täglich, wir kommunizieren sehr viel und halten – so oft es geht – Kontakt, was in dieser Extremsituation enorm wichtig ist. Mein Ziel ist es selbstverständlich, mit allen Spielerinnen in diesen Wochen zu schreiben beziehungsweise zu telefonieren, um uns über die aktuelle Situation und die nächsten Wochen auszutauschen und auch zu erfahren, wie es ihnen aktuell geht und sie den Alltag für sich nutzen. Auch mit dem Staff und dem FFC-Management gibt es häufig Gespräche, Telefonkonferenzen oder wir schreiben, sind im regen Austausch, um aus der Ferne beispielsweise mögliche Szenarien, Trainingspläne gemeinsam zu erstellen oder die nächsten Schritte zu besprechen.“

… wie die Mannschaft momentan trainiert:

„Alle Spielerinnen bekommen wochenweise Trainingspläne, deren Ergebnisse sie uns übermitteln. Das Training beinhaltet Ausdauerläufe, Sprints, Intervallläufe oder Krafteinheiten – wie sie beispielsweise auch beim gemeinsamen Training in der Halle oder auf dem Platz stattfänden. Wir als Trainerteam schauen natürlich, regelmäßig neue Übungen mit aufzunehmen. So stehen seit dieser Woche zum Beispiel auch Ballarbeit und Stabilisations-Übungen und ein Tabata-Programm auf dem Plan. Auch wenn es schwierig ist zu planen und man nur von Woche zu Woche schauen kann, ist unser Ziel, dass alle fit bleiben und es die eine oder andere Abwechslung gibt – ein gemeinsames Cyber-Training oder regelmäßige Videokonferenzen als Team könnte ich mir zum Besprechen und Austausch beispielsweise sehr gut vorstellen. Aber es gilt abzuwarten, was die nächsten Wochen passiert.“

… seinem eigenen Tagesablauf:

„Fast alle Kommunikation und Arbeit hat sich aufs Telefonieren verschoben: Statt auf dem Platz oder an der Schule finden die Gespräche übers Telefon statt – insbesondere mit unserem Manager Siggi Dietrich, mit Spielerinnen, Mitarbeitern, Beratern, der Carl-von-Weinberg-Schule sowie dem Hessischen Fußball-Verband. Es wird definitiv nicht langweilig, weil es ja weiterhin viel zu tun gibt. Zwischen sieben und acht Uhr stehe ich auf und genieße als erstes in Ruhe meinen Kaffee,  bevor ich die ersten Gespräche bis mittags führe. Dann gehe ich oft länger spazieren oder laufen, bevor ich mir etwas koche und die Arbeit anschließend weitergeht. Natürlich informiere ich mich abends dann über die aktuellsten Corona-Entwicklungen über Online-Medien und verschiedene TV-Sendungen, um auf dem neusten Stand zu sein. Das hat mittlerweile für uns alle Routine.“

… dem Szenario, die Saison womöglich ohne Zuschauer zu Ende zu spielen:

„Es ist natürlich immer schade, wenn keine Zuschauer im Stadion sind – Fans sind das Salz in der Suppe des Fußballs. Aber natürlich hat Gesundheit oberste Priorität! Es ist aus sportlicher Sicht enorm wichtig, die Saison zu Ende zu spielen, das wäre das fairste Szenario für alle Klubs und Spielerinnen, auch wenn die Spielzeit dadurch länger dauern sollte. Ich habe die Hoffnung, dass es nach der notwendigerweise beschlossenen Aussetzung bis zum 30. April im Mai oder Juni weitergehen kann. Denn das hieße gleichzeitig, dass die Situation sich verbessert hätte und die Bedingungen das dementsprechend hergeben.“

(Foto: Carlotta Erler)

01.04.2020
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