„Wir befinden uns auf einem guten Weg“

Interview zur Hinrunden und Ausblick auf die zweite Saisonhälfte mit FFC-Manager Siegfried Dietrich

Herr Dietrich, die erste Saisonhälfte in der Bundesliga-Spielzeit 2018/2019 liegt hinter dem 1. FFC Frankfurt. Am Sonntag startet der FFC gegen den VfL Wolfsburg in die Rückrunde – wie lautet Ihr Fazit nach der Hinrunde?

Wir haben 17 Punkte und stehen auf einem ordentlichen Mittelfeldplatz – was für mich aber viel wichtiger ist als die Zahlen: Unser Team hat eine richtig gute Entwicklung genommen! Unsere Mannschaft von Trainer Niko Arnautis ist auf, aber auch neben dem Platz zu einer richtig coolen Truppe zusammengewachsen und hat in vielen Situationen immer wieder Charakter und tolle Moral gezeigt – darauf können wir alle sehr stolz sein. Positiv ist natürlich auch, dass sich unsere Spielerinnen mit einem hochverdienten 3:2-Sieg über den 1. FC Saarbrücken einmal mehr für das DFB-Pokal-Viertelfinale qualifiziert haben. Damit lebt für uns als Rekordsieger der Traum vom 14. Pokalfinale unserer Vereinsgeschichte weiter!

Dabei verlief der Saisonstart holprig, der FFC stand nach drei Spieltagen ohne Punkte zwischenzeitlich sogar auf einem Abstiegsplatz – wieso konnte der Verein da so ruhig bleiben?

Auf den Tabellenplatz habe ich genauso wie der Trainer nie geschaut, und der Rang interessiert mich auch jetzt nicht primär. Wir wussten, dass der Saisonstart gegen Top-Gegner schwierig würde und dieses Momentum zu unserer aktuellen Entwicklungssituation gehört. Wir hatten auch keine leichte Vorbereitung, weil die komplette Mannschaft – viele unserer jungen Talente waren ja für U-Nationalmannschaften nominiert und durften sich auf internationaler Ebene beweisen – erst zwei Tage vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal gegen den FSV Wetzlar das erste Mal zusammen trainieren konnte. Nach dem 1:0 im Pokal lief es in der Liga nicht so glücklich, weil wir gegen die TSG 1899 Hoffenheim und vor allem Turbine Potsdam zwar gut gespielt haben und auch die bessere Mannschaft waren, aber die Treffer nicht erzielt und vergessen hatten, uns zu belohnen. Wir waren aber immer von der Qualität unseres Kaders überzeugt – dass wir damit recht hatten, konnten wir alle zuletzt bei den Auftritten unseres Teams in Liga und Pokal sehen, als sich die Mannschaft von Spiel zu Spiel verbessert hat, auch wenn es weiterhin natürlich noch Optimierungspotenzial gibt und wir nicht nachlassen dürfen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass Niko Arnautis mit unserem Team in der zweiten Saisonhälfte weitere positive Entwicklungsschritte gehen wird.



Im November wurde erstmals FFC-Defensivspezialistin Janina Hechler in die A-Nationalmannschaft berufen – inwieweit steht diese Nominierung für die erfolgreiche Jugendarbeit des FFC?

Erst einmal habe ich mich sehr für Janina persönlich gefreut. Aber auch für uns als Verein hat ihre Berufung beispielhaft gezeigt, dass wir uns mit unserer Philosophie, junge Talente auszubilden und weiterzuentwickeln, auf einem sehr guten Weg befinden. Und auch wenn Janina zu keinem Einsatz kam, sind wir der Überzeugung, dass ihr die Nominierung einen weiteren Schub in ihrer Entwicklung geben wird. Ich glaube auch, dass es noch einige Talente mit sehr viel Potenzial beim FFC gibt, die in naher Zukunft den Sprung aus den Juniorinnen-Teams des DFBs in die A-Nationalmannschaft schaffen können.

Am kommenden Sonntag ist erst einmal der VfL Wolfsburg zu Gast. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch ist amtierender Doublesieger und steht ohne Niederlage an der Tabellenspitze – was kann der FFC heute in seinem Heimspiel-Jahresabschluss erreichen?

Natürlich sind die Wölfinnen der absolute Favorit gegen uns, aber wir werden alles dafür tun, um dem VfL das Leben so schwer wie möglich zu machen. Wenn alles passt, unsere Spielerinnen wie in den Spielen zuletzt mit voller Konzentration und viel Leidenschaft diese schwere und anspruchsvolle Aufgabe angehen und das Spielglück auf unserer Seite ist, könnten wir vielleicht sogar etwas Zählbares realisieren und das Heimspiel erfolgreich gestalten – unsere treuen Fans, die uns stets lautstark unterstützen, wissen wir ja in unserem Stadion am Brentanobad in unserem Rücken!

Im letzten Spiel des Jahres reist der FFC zur TSG 1899 Hoffenheim – nach der 1:4-Niederlage im September gibt es etwas gutzumachen, oder?

Damit beschäftige ich mich erst gar nicht – ich schaue nicht zurück in die Vergangenheit, sondern blicke nur nach vorne in die Zukunft. Und da bin ich frohen Mutes, so wie sich unsere Mannschaft über die gesamte Hinrunde weiterentwickelt hat. Ich glaube, wir werden in Sinsheim einen anderen FFC sehen; noch einmal werden wir eher keine vier Gegentore bekommen.



(Fotos: Moritz Kegler / Jan Hübner / Calotta Erler)

07.12.2018
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