"Gesundheit steht im Vordergrund"

FFC-Kapitänin Tanja Pawollek im Interview zum nach Ostern aufgenommenen Kleingruppentraining

Tanja, Ihr trainiert seit Dienstag nach Ostern wieder in Kleingruppen – wie fühlt sich das an, nach so langer Zeit Deine Kolleginnen wiederzusehen?

Es ist gut, dass Berufssportler die Möglichkeit haben, in Kleingruppen ihrem Beruf nachzugehen, wieder auf dem Rasen stehen zu können. Es ist schön, alle Mädels – wenn natürlich auch aus Entfernung – wiederzusehen. Ich denke, wir haben uns alle gefreut, endlich wieder den Ball am Fuß und ein wenig Spaß zu haben.

Welche Übungen standen in den ersten Tagen auf dem Plan, wie läuft Euer Training in Kleingruppen ab?

Zunächst mal ist es wichtig, dass wir die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Das klappt alles, da wir viele Technikübungen sowie Passformen mit dem Ball machen und ohne Zweikämpfe trainieren. Zudem konnten wir auch Torschüsse einbauen, um uns somit langsam wieder an den Ball zu gewöhnen. Natürlich arbeiten wir im Training auch an unserer Fitness: Deshalb stehen Läufe auch auf dem Plan.

Wie bist Du als Sportlerin mit der ungewohnten Situation – kein Training, keine Spiele, kein normal geregeltes Leben – in den vergangenen Wochen umgegangen?

Ich denke, dass sich viele Menschen aktuell in ähnlicher Lage befinden. Wir alle wissen nicht genau, wie alles weitergeht. Viele Fragen kommen auf, die aktuell unbeantwortet bleiben müssen. Jedoch habe ich versucht, eine gewisse Routine mit dem täglichen individuellen Training zu schaffen, konnte so gezielt an meinen Schwächen arbeiten und mich fit halten. Nebenbei arbeite ich ja auch noch beim Hessischen Fußball-Verband, wo wir weiterhin im Home Office sind.

Wie bleibt man da am besten positiv?

Wie eben beschrieben, ist es wichtig, dass man einen geregelten Alltag hat. Mit Aufgaben, die man erledigen kann, um keinen Lagerkoller zu bekommen. Durch das Training fiel mir das relativ einfach, da wir uns fit halten wollen, um nach dieser Krise gemeinsam wieder voll angreifen zu können.

Wie habt Ihr Spielerinnen und das Trainerteam Euch untereinander ausgetauscht?

Durch regelmäßige Telefonate mit dem Trainer konnten wir uns gegenseitig über die Lage und die aktuellen Bewegungen austauschen. Wir Spielerinnen hatten immer wieder über unsere interne WhatsApp-Gruppe oder per Telefon Kontakt, um über alle möglichen Dinge zu sprechen. Es ist natürlich sehr ungewohnt, die Mädels für so eine lange Zeit nicht zu sehen.
 
Wie bist Du mit dieser besonderen Situation in Deiner Rolle als Kapitänin umgegangen?

Ich denke da wie alle anderen Spielerinnen auch. Es ist wichtig, dass wir gerade in diesen Zeiten alle an einem Strang ziehen und gemeinsam positiv bleiben, auch wenn wir nicht wissen, wie lange wir uns noch in dieser Ausnahmesituation befinden. Uns allen ist bewusst, dass die Gesundheit an allererster Stelle steht, aber wir uns für einen möglichen Wiedereinstieg fithalten müssen.

Ihr seid gut in die Restserie der FLYERALARM Frauen-Bundesliga gestartet – Du wünschst Dir sicherlich wie alle anderen auch, dass es weitergeht…

…natürlich wünschen wir uns alle, dass wir bald wieder loslegen können. Jedoch ist es ganz klar, dass nur die Gesundheit aller wichtig ist, der Fußball etwas in den Hintergrund rückt und wir uns in dieser Sache gedulden müssen. Ich denke, dass die Verantwortlichen der Liga, des DFB und des Ausschusses Frauen-Bundesligen mit unserem Manager Siggi Dietrich als Vorsitzenden die richtigen Entscheidungen treffen werden. Wir sind heiß auf Fußball, wissen aber auch, dass wir im Profifußball eine Vorbildfunktion haben.

(Foto: Carlotta Erler)

24.04.2020
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