Knappe Niederlage beim Spitzenreiter

Der 1. FFC Frankfurt II verabschiedet sich mit einer 0:1-Niederlage beim VfL Wolfsburg in die Winterpause

Der 1. FFC Frankfurt II verabschiedet sich mit einer knappen und ärgerlichen 0:1-Auswärtsniederlage beim Tabellenführer VfL Wolfsburg II in die wohlverdiente Winterpause.

Personell arg gebeutelt – krankheitsbedingt fielen Sophie Trepohl und Johanna Biermann aus, zudem stand auch Valentina Limani mit Magen-Darm-Beschwerden nicht zur Verfügung – reiste der FFC II am dritten Adventssonntag in die niedersächsische Autostadt. Passend dazu die Hiobsbotschaft, dass sich Catharina von Drigalski im Spiel das Schlüsselbein brach, nach einer Stunde ausgewechselt werden musste und womöglich länger ausfallen wird. Die FFC-Mädels zeigten eine beherzte Leistung und riefen im letzten Spiel des Jahres ihr bestmögliches Potenzial gegen eine starke Wolfsburger Mannschaft ab. Der entscheidende Treffer des Tages fiel – aus FFC-Sicht ärgerlicherweise – durch ein Eigentor von FFC-Defensivspezialistin Madeleine Steck (80.), das die bis kurz vor Abpfiff ausgeglichen und eng geführte Partie zugunsten der Gastgeberinnen entschied.
 
Die FFC-Zweitvertretung zeigte von Beginn an eine gute und kompakte Defensivleistung und bot den Wölfinnen wenige Räume. Trotzdem erarbeitete sich der VfL aufgrund ihrer individuellen Qualitäten einige Torchancen – doch der FFC II verkaufte sich stark im letzten Spiel vor der Winterpause. „Unser Ziel war es, mit schnellen, zielgerichteten Bällen hinter die erste aggressiv anlaufende Reihe der Wolfsburgerinnen zu kommen. Dies ist uns einige Male sehr gut gelungen, sodass wir uns mit klugen Angriffen entlasten konnten. Die letzte Präzision und Durchschlagskraft zu einem Tor hat leider gefehlt“, erklärte FFCII-Trainerin Kim Kulig.

Ihr Team erkämpfte sich ein 0:0-Pausenergebnis, wusste die zwei bis drei guten Chancen der Wolfsburgerinnen im ersten Durchgang zu verhindern, hatte aber auch Aluminium und Glück auf seiner Seite: Antonia Baaß traf für Wolfsburg einmal den Pfosten und einmal die Latte. Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit fokussierte sich Wolfsburg darauf, mit langen Bällen in die Spitze zu agieren. Der FFC II konnte sich aber auf diese Spielweise gut einzustellen, die FFC-Abwehr reagierte hellwach und konnte im Zusammenspiel der hervorragend funktionierenden Gesamtdefensive viele Bälle erobern. Das Spiel war eng umkämpft, die 58 Zuschauer sahen in dieser Phase des Spiels allerdings nur wenige zwingende Tormöglichkeiten.

Erst in der Schlussphase erhöhte Wolfsburg den Druck. Karla Erichsen konnte zwei Bälle auf ihren Kasten sehr stark parieren, zudem knallte Anna-Lena Stolzes Fernschuss an den FFC-Querbalken, und hielt ihre Mannschaft im Spiel – bis zehn Minuten vor Spielende. Da war auch die starke FFC-Keeperin machtlos, als Mitspielerin Steck eine scharfe Hereingabe von Lea Krüger unglücklich selbst ins eigene Tor lenkte. Doch aufgestachelt von dem unglücklichen Rückstand warfen die Frankfurterinnen nun alles nach vorne – und hatten noch einmal die große Chance auf den Ausgleich. Kurz vor Ende der Begegnung wurde ein langer Freistoß am 16er-Eck aus halblinker Position in den VfL-Strafraum geschlagen, nach einem Durcheinander lag der Ball einschussbereit im Fünf-Meter-Raum, der Torabschluss von Caroline Krawczyk konnte aber gerade noch entscheidend von VfL-Torfrau Melina Loeck pariert werden.

„Ärgerlich ist sicherlich die Tatsache, dass wir das Spiel durch ein Eigentor verloren haben und in der letzten Minute die 100-prozentige Chance den Ausgleich zu erzielen, nicht nutzen konnten. Trotzdem können wir stolz auf unsere Mädels sein“, resümierte Kim Kulig. Ihr Team rutscht durch die Niederlage mit weiterhin 13 Zählern auf den vorletzten 13. Tabellenplatz ab.

Das erste Spiel nach der Winterpause in der 2. Frauen-Bundeliga findet am Sonntag, dem 10. Februar 2019, um 14.00 Uhr bei der SGS Essen II, dem Tabellenschlusslicht, statt. Zuvor bestreitet der FFC II aber noch zwei Testspiele zu Hause gegen den 1. FFC Niederkirchen (Sonntag, 27. Januar, 13.00 Uhr) und den TSV Schott Mainz (Sonntag, 3. Februar 2019, 13.00 Uhr).

1. FFC Frankfurt II: Erichsen – von Drigalski (60. Walter), Steck, Engel, Walaschewski – Scharly, Czaplicki, Schulz (75. Marcellino), Hahn – Berg (90. Linke), Krawczyk

(Foto: VfL Wolfsburg)

17.12.2018
Partner
  • Trikotsponsor
    Lotto Hessen
  • Versicherungspartner
    Allianz
  • Top-Partner
    Commerzbank
  • Ausstattungspartner
    Puma
  • Premiumpartner
    Fraport
  • Premiumpartner
    VGF
  • Premiumpartner
    Druckerei Sauerland
  • Premiumpartner
    RMV
  • SPORTFACHHÄNDLER
    Outfitter
  • PKW-PARTNER
    Matthes Automobile
  • Premiumpartner
    Sportstadt Frankfurt
  • Fotopartner
    Picture Alliance
  • Vermarktungspartner
    SIDI Sportmanagement