Spektakel mit Happyend

Der 1. FFC Frankfurt siegt glücklich mit 4:3 Toren beim SC Freiburg - Laura Freigang trifft drei Mal

Ein Offensivspektakel – mit glücklichem Ende für den 1. FFC Frankfurt: Am 8. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga im Möslestadion gewann der 1. FFC Frankfurt in der Fremde in einem für die Zuschauer attraktiven Match gegen den SC Freiburg mit 4:3 (1:2) Toren. Gerade die dreifache Torschützin Laura Freigang zeigte eine gnadenlose Effektivität für eine Frankfurter Mannschaft, die am Ende der glückliche Gewinner war.

Denn die Gastgeber aus dem Breisgau starteten besser ins Spiel: Ein erster Schuss in der zweiten Minute strich gefährlich knapp über das FFC-Tor. Auch die Ecke zwei Minuten darauf konnte der FFC nur knapp entschärfen, Verena Wieders Kopfball in der sechsten Minute flog am rechten FFC-Pfosten vorbei. Doch in der Folge fanden die Gäste aus Frankfurt am Main besser in die Partie der Allianz Frauen-Bundesliga. Géraldine Reuteler hatte gar die FFC-Führung auf dem Kopf: Doch SC-Torfrau Merle Frohms entschärfte den guten Ball der Schweizer Nationalspielerin in Richtung Tor gerade noch zur Ecke (9.).

Vier Minuten später erlebten die FFC-Spielerinnen einen kurzen Schreckmoment, als SC-Stürmerin Sandra Starke die Führung für ihr Team vorbereitete – die richtigerweise von Schiedsrichterin Miriam Schweinefuß annuliert wurde (13.). Starke hatte zuvor den Ball irregulärerweise mit der Hand mitgenommen. Die Breisgauerinnen hatten auch in Folge mehr Spielanteile, ihre Offensivansätze konnten aber meist von der FFC-Defensive geklärt werden.

Der FFC hatte kurz darauf seine stärkste Phase und zeigte eine in dieser Saison bisher eher selten gesehene Effektivität: Laura Feiersinger starte über die rechte Seite und konnte überlegt den Ball hinter die Abwehr legen, wo Laura Freigang nach ihrem Debüttor gegen den SV Werder Bremen ihren zweiten Pflichtspieltreffer für den 1. FFC Frankfurt überlegt erzielte (20.). Zwei Chancen, ein Treffer. Danach war der FFC besser im Spiel, das 1:0 spiegelte zu diesem Zeitpunkt aber trotz einzelner Nadelstiche in Richtung des gegnerischen Kastens nicht den bisherigen Verlauf wider. Lautstarke Unterstützung durch die mitgereisten FFC-Fans erfuhren die Frankfurterinnen, deren Fans sich immer mal wieder ein Sprechchören-Duell mit den Freiburger Fans lieferten, um das jeweilige Team zu unterstützen. Und die Frankfurter Anhänger gewannen spätestens nach dem Führungstor gut hörbar – trotz numerischer Unterzahl! – die Oberhand im Möslestadion.

Auf dem Platz war es umgekehrt: Starke rutschte anschließend im Strafraum der Ball über den Schlappen – Glück für den FFC (27.). FFC-Möglichkeiten wie ein entschärfter Freistoß von Tanja Pawollek (31.) blieben rar. Auf der anderen Seite war es gefährlicher: Den Schuss von Klara Bühl kurz vor dem Sechzehner lenkte FFC-Torfrau Bryane Heaberlin mit einer Glanzparade bravourös zur Ecke (34.). Doch kurz darauf musste die US-Torfrau im FFC-Tor hinter sich greifen: Eine Flanke von Verena Wieder über die linke Seite verwandelte Starke per Kopf (37.) zum 1:1-Ausgleich. Leider dauerte es aus FFC-Sicht nicht lange, bis Freiburg das Spiel gedreht hatte: Giulia Gwinn spielte erneut von der linken Seite einen flachen Ball vors Tor, den wieder Starke unhaltbar für Heaberlin ins rechte Eck versenkte (40.). Aufgrund der Anzahl an Tormöglichkeiten für den Gastgeber aus dem Breisgau ging die 2:1-Pausenführung des Sportclubs vollkommen in Ordnung.

 

Auch im zweiten Durchgang hatte Freiburg mehr Spielanteile, doch bis zur 60. Minute gab es auf beiden Seiten kaum gefährliche Torchancen. Erst der FFC-Ausgleich zum 2:2 veränderte das Spiel: Es war erneut Freigang, die sich ein internes Duell mit der Doppelschützin Starke auf Freiburger Seite zu liefern schien. Pawollek startete einen starken Sololauf über das halbe Spielfeld und spielte anschließend Géraldine Reuteler per Schnittstellenpass an, deren Hereingabe die freistehende Freigang fand, die problemlos zum 2:2-Ausgleich einschieben konnte (61.). Fünf Minuten später hatte Jackie Groenen aus aussichtsreicher Position im Strafraum die Möglichkeit, die Führung einzuleiten, ihr Ball fand aber keine Mitspielerin. Dem Team von Trainer Niko Arnautis tat der Ausgleich sichtlich gut. In der 70. Minute war es dann soweit, der FFC belohnte sich für seine Moral nach der schwächeren ersten Halbzeit: Reuteler steckte den Ball auf Laura Feiersinger durch, deren flache Hereingabe von der rechten Seite erneut Freigang fand, deren langes Bein die Kugel unhaltbar im SC-Tor zur 3:2-Führung unterbrachte.

Eine Viertelstunde vor Schluss entschärfte Heaberlin einen gefährlichen Ball nach einem Gestochere im FFC-Strafraum – Durchatmen für den FFC. In der Schlussphase der Partie ging es auf und ab, beide Teams versuchten den Ausgleich zu erzielen beziehungsweise die Führung auszubauen. Das 3:3 fiel nach kleinen Unaufmerksamkeiten in der FFC-Defensive: Giulia Gwinn wusste ihren Vorteil über rechts im Strafraum aus spitzem Winkel zu nutzen – Heaberlin blieb chancenlos (81.). Doch das glückliche Ende für sich verbuchten die Gäste mit einer starken Willensleistung: Beim 3:4 dribbelte sich die starke Freigang durch, spielte Laura Feiersinger an, die sich den Ball erlief und mit einer präzisen Flanke die freistehende FFC-Mittelfeldspielerin Groenen fand, deren Kopfball unhaltbar zum umjubelten Siegtreffer einschlug (88.). Die letzten Minuten überstand die am Ende siegreiche und glückliche FFC-Mannschaft.

Nach der Länderspielpause am kommenden Wochenende fährt der 1. FFC Frankfurt in zwei Wochen am Sonntag, dem 18. November 2018, ins Saarland und spielt im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den 1. FC Saarbrücken um 14.00 Uhr. Das nächste Ligaspiel findet für den FFC erst am Samstag, dem 24. November, zu Hause im Stadion am Brentanobad statt. Dann empfangen die Frankfurterinnen um 14.00 Uhr den Aufsteiger Borussia Mönchengladbach.

Jens Scheuer, Trainer SC Freiburg: „Wir haben heute unser bestes Heimspiel der Saison gezeigt und hatten sehr viele Großchancen. Ich bin sehr deprimiert – vor der Pause müssen wir das 3:1 machen. Frankfurt war heute insgesamt sehr effektiv. Mein Team muss im Defensivbereich aufmerksamer agieren, wir hatten heute zu viele individuelle Fehler.“

FFC-Cheftrainer Niko Arnautis: „Ein Wahnsinnsspiel mit dem glücklicheren Ende für uns! Das hätte auch 4:3 für Freiburg ausgehen können. Trotz der Führung haben wir vor der Pause nicht gut genug gegen den Ball agiert – da hätten wir auch höher als 1:3 hinten liegen können. Nach der Pause haben wir aber eine gute und kämpferische Reaktion gezeigt, wir konnten zeigen, dass wir in der Offensive eine gute Qualität haben. Die Tore waren alle sehenswert herausgespielt und wir waren heute sehr effektiv, das war diese Saison bisher anders.“

FFC-Manager Siegfried Dietrich: „Meine Güte – was ein Wellenbad der Gefühle! Es ist eine großartige Leistung unserer Mannschaft, das Spiel nach Überlegenheit der Freiburgerinnen in der ersten Halbzeit mit Moral, Teamgeist und sehenswert herausgespielten Toren im zweiten Durchgang mit 4:3 zu unseren Gunsten entschieden zu haben. Ein wichtiger Sieg, der weiteres Selbstbewusstsein für unser noch ausstehendes Hinrunden-Programm bringt!“

SC Freiburg: Frohms – Lahr (64. Karl), Schöne, Knaak, van Lunteren – Wieder (64. Lotzen), Naomoto (82. Kirchberger), Minge, Gwinn – Bühl, Starke

1. FFC Frankfurt: Heaberlin – Hechler, Prießen, Störzel, Kleinherne – Pawollek, Groenen (90.+2 Martinez) – Aschauer, Freigang (89. Sandvej), Feiersinger – Reuteler (80. Widmer)

Zuschauer: 1.231

Schiedsrichterin: Miriam Schweinefuß (Quedlinburg)

Tore: 0:1 Freigang (20.), 1:1 Starke (37.), 2:1 Starke (40.), 2:2 Freigang (61.), 2:3 Freigang (70.), 3:3 Gwinn (81.), 3:4 Groenen (88.)

(Fotos: Carlotta Erler)

 

 

04.11.2018
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